Dekadenz in Worten
31.07.2010, Stockholm
Nachdem ich ja bereits in Stuttgart regelmäßig beim Christopher Street Day gewesen war, stimmte ich sofort zu, als eine Freundin mich fragte, ob ich Lust hätte, zum "Stockholm Pride" (einer Gay-Pride-Parade) mitzukommen. Allerdings meinte sie nicht nur zuschauen, sondern teilnehmen. Da der Stockholmer Umzug jedes Jahr ein Thema hat, versuchten wir, unsere "Kostüme" darauf abzustimmen. Dieses Jahr lautete das Thema "Macht".
Nach diversen gemeinsamen Ideen, die wieder verworfen wurden (z.B. SM-Paar mit Ledergedöns und Halsband und Leine, König und Königin, ...) beschlossen wir, uns individuell zu verkleiden: Therese ging schließlich als der Gott Shiva, und ich ging als Kapitalismus. Wer sich das jetzt nicht vorstellen kann, der sei auf die Bilder verwiesen
Wie man bereits sieht, hatten nicht nur wir einen Heidenspaß, sondern auch viele andere Leute. Als der Umzug vorbei war und uns bereits die Füße wehtaten, taten wir es vielen anderen nach und setzten uns noch auf die große Wiese hinterm Polizeimuseum, um zu erforschen, wie sich Dosenbier mit Erschöpftheit und Hitze vertragen. Unser Fazit: ganz toll.
Nachdem ich ja bereits in Stuttgart regelmäßig beim Christopher Street Day gewesen war, stimmte ich sofort zu, als eine Freundin mich fragte, ob ich Lust hätte, zum "Stockholm Pride" (einer Gay-Pride-Parade) mitzukommen. Allerdings meinte sie nicht nur zuschauen, sondern teilnehmen. Da der Stockholmer Umzug jedes Jahr ein Thema hat, versuchten wir, unsere "Kostüme" darauf abzustimmen. Dieses Jahr lautete das Thema "Macht".
Nach diversen gemeinsamen Ideen, die wieder verworfen wurden (z.B. SM-Paar mit Ledergedöns und Halsband und Leine, König und Königin, ...) beschlossen wir, uns individuell zu verkleiden: Therese ging schließlich als der Gott Shiva, und ich ging als Kapitalismus. Wer sich das jetzt nicht vorstellen kann, der sei auf die Bilder verwiesen

Wie man bereits sieht, hatten nicht nur wir einen Heidenspaß, sondern auch viele andere Leute. Als der Umzug vorbei war und uns bereits die Füße wehtaten, taten wir es vielen anderen nach und setzten uns noch auf die große Wiese hinterm Polizeimuseum, um zu erforschen, wie sich Dosenbier mit Erschöpftheit und Hitze vertragen. Unser Fazit: ganz toll.

18.07.2010, Brunnsviken / Mälaren
Im Laufe dieses Sommers habe ich diverse Sachen unternommen, über die ich die ganze Zeit berichten wollte, aber irgendwie nie dazu kam.
Deshalb folgt jetzt, nachträglich, eine unsortierte Liste mögiger Dinge, die man in und um Stockholm so tun kann:
Kajaks mieten und auf der Ostsee rumschippern bis Mitternacht angeln mitten in der City schwimmen gehen (mit Natur!) den ganzen Tag in einem kleinen Café rumsitzen spontan aus dem Bus aussteigen und querfeldein über ne Wiese spazierengehen mehrere Stunden mit lecker Essen, Rotwein und netter Gesellschaft auf der Terasse verbringen
Im Laufe dieses Sommers habe ich diverse Sachen unternommen, über die ich die ganze Zeit berichten wollte, aber irgendwie nie dazu kam.
Deshalb folgt jetzt, nachträglich, eine unsortierte Liste mögiger Dinge, die man in und um Stockholm so tun kann:
21.06.2010, Visby / Stockholm
In den letzten zweieinhalb Wochen hatte ich ungewöhnlich alten Besuch - meine Erziehungsberüchtigten waren in Schweden!
Zu Beginn der elterlichen Heimsuchung sind wir gemeinsam nach Gotland gefahren, um das schöne Visby anzuschauen und die idyllische Landschaft zu bewundern (insbesondere die Rauken auf Fårö).
Nach zwei Tagen auf der Insel fuhren wir wieder gen Stockholm. Dort bezogen meine Eltern dann ihr feines Hotelzimmer in Solna. In den darauf folgenden zwei Wochen haben wir viel zusammen unternommen - Schiffstouren, Spaziergänge, Ausflüge, etc. Tagsüber war ich zwar meist an der Uni, aber wir haben abends und an den Wochenenden dennoch viel Zeit miteinander verbracht
Abgesehen vom nicht ganz so tollen Wetter hat meinen alten Herrschaften die schwedische Hauptstadt richtig gut gefallen. Es wurde bereits mit einer Wiederholung dieses Besuches gedroht. Am 19. Juni, dem Tag der schwedischen Prinzessinnen-Hochzeit, sind wir kollektiv und ganz bewusst nach Uppsala gefahren - weil wir schlichtweg keinen Bock auf den Trubel hatten. War ne gute Entscheidung (auch wenn alle Schweden uns für bekloppt erklärt haben, ausgerechnet an diesem Tag Stockholm zu verlassen). Kurz darauf war die Zeit auch leider schon wieder vorbei, und meine Eltern flogen zurück nach Stuggitown. Aber sehr schön war's!
Das nächste Mal werde ich ihnen dann demonstrieren, wie toll kalt das hier oben im Winter werden kann
In den letzten zweieinhalb Wochen hatte ich ungewöhnlich alten Besuch - meine Erziehungsberüchtigten waren in Schweden!

Zu Beginn der elterlichen Heimsuchung sind wir gemeinsam nach Gotland gefahren, um das schöne Visby anzuschauen und die idyllische Landschaft zu bewundern (insbesondere die Rauken auf Fårö).
Nach zwei Tagen auf der Insel fuhren wir wieder gen Stockholm. Dort bezogen meine Eltern dann ihr feines Hotelzimmer in Solna. In den darauf folgenden zwei Wochen haben wir viel zusammen unternommen - Schiffstouren, Spaziergänge, Ausflüge, etc. Tagsüber war ich zwar meist an der Uni, aber wir haben abends und an den Wochenenden dennoch viel Zeit miteinander verbracht

Abgesehen vom nicht ganz so tollen Wetter hat meinen alten Herrschaften die schwedische Hauptstadt richtig gut gefallen. Es wurde bereits mit einer Wiederholung dieses Besuches gedroht. Am 19. Juni, dem Tag der schwedischen Prinzessinnen-Hochzeit, sind wir kollektiv und ganz bewusst nach Uppsala gefahren - weil wir schlichtweg keinen Bock auf den Trubel hatten. War ne gute Entscheidung (auch wenn alle Schweden uns für bekloppt erklärt haben, ausgerechnet an diesem Tag Stockholm zu verlassen). Kurz darauf war die Zeit auch leider schon wieder vorbei, und meine Eltern flogen zurück nach Stuggitown. Aber sehr schön war's!
Das nächste Mal werde ich ihnen dann demonstrieren, wie toll kalt das hier oben im Winter werden kann

16.05.2010, Stockholm / Stuttgart / München
Nach einer zünftigen Geburtstagsfeier am Abend des 11.5. (in der berüchtigten Jakobsberger WG) flog ich am 12.5. gen Stuttgart, um dem 80. Geburtstag meiner Oma beizuwohnen. Das Ganze war als Überraschung gedacht und hat dank skrupelloser Lügen auch prima als solche funktioniert
Der nächste Tag war ebenfalls der Familie vorbehalten und war wirklich sehr schön (und sehr ruhig). Kontrastprogramm war dann der folgende Freitag, an dem ich mich mit ungefähr 57 Leuten gleichzeitig treffen wollte
Merke: Es ist scheiße, wenn man nur einen Tag Zeit hat, um seine Freunde zu treffen! Dennoch war dieser Tag sehr formidabel, gipfelte er doch in einer gemeinschaftlichen Trinkung, der partiell sogar eine abschließende Tanzung folgte. Sogar Geschenke gab's.
An dieser Stelle nochmal ein großes DANKESCHÖN an alle die da waren (und ein großes SORRY an alle bei denen ich es verpeilte, mich zu melden)!!!
Tags darauf ging die Reise schon weiter - nicht etwa nach Stockholm, sondern erstmal noch nach München, um meine liebe Ex-Kollegin Martina zu besuchen. Zwei Chaoten namens Nik und Steffi hatten sich ebenfalls dazugesellt, und gemeinsam hatten wir eine überaus lustige Zeit in München
Am nächsten Tag war dann aber endgültig Sense, und ich flog mit imposanter Übermüdung wieder nach Hause.
Fazit: Ein kurzer, aber unheimlich schöner, lustiger und aberwitziger Aufenthalt in meiner alten Heimat. VIELEN DANK NOCHMAL an alle!!!
Nach einer zünftigen Geburtstagsfeier am Abend des 11.5. (in der berüchtigten Jakobsberger WG) flog ich am 12.5. gen Stuttgart, um dem 80. Geburtstag meiner Oma beizuwohnen. Das Ganze war als Überraschung gedacht und hat dank skrupelloser Lügen auch prima als solche funktioniert

Der nächste Tag war ebenfalls der Familie vorbehalten und war wirklich sehr schön (und sehr ruhig). Kontrastprogramm war dann der folgende Freitag, an dem ich mich mit ungefähr 57 Leuten gleichzeitig treffen wollte
Merke: Es ist scheiße, wenn man nur einen Tag Zeit hat, um seine Freunde zu treffen! Dennoch war dieser Tag sehr formidabel, gipfelte er doch in einer gemeinschaftlichen Trinkung, der partiell sogar eine abschließende Tanzung folgte. Sogar Geschenke gab's.
An dieser Stelle nochmal ein großes DANKESCHÖN an alle die da waren (und ein großes SORRY an alle bei denen ich es verpeilte, mich zu melden)!!!Tags darauf ging die Reise schon weiter - nicht etwa nach Stockholm, sondern erstmal noch nach München, um meine liebe Ex-Kollegin Martina zu besuchen. Zwei Chaoten namens Nik und Steffi hatten sich ebenfalls dazugesellt, und gemeinsam hatten wir eine überaus lustige Zeit in München
Am nächsten Tag war dann aber endgültig Sense, und ich flog mit imposanter Übermüdung wieder nach Hause.Fazit: Ein kurzer, aber unheimlich schöner, lustiger und aberwitziger Aufenthalt in meiner alten Heimat. VIELEN DANK NOCHMAL an alle!!!

02.05.2010, Stockholm
So, heute wird upgedatet was das Zeug hält
An dieser Stelle möchte ich nun endlich offiziell die frohe Nachricht verkünden: Ich habe vor gut einer Woche meinen Vertrag bei der Uni unterschrieben. Der monatelange Kampf mit der schwedischen (Hochschul-)Bürokratie ist nun endlich vorbei, und er hat sich gelohnt! Morgen wird mein erster offizieller Tag als Doktorand an der Uni sein. Ich bin sehr gespannt... Natürlich bedeutet das jetzt einen ganz anderen Tages- bzw. Wochenablauf für mich - ich werde nur noch ein, zwei Tage pro Woche bei der Firma sein und die restliche Zeit an der Uni. Zunächst werde ich "nur" forschen und selbst (als Zuhörer) zu Vorlesungen gehen, später (in ein paar Monaten) werde ich dann auch als Laborassistent und Übungsgruppenleiter arbeiten
Wird auf jeden Fall ein neuer Lebensabschnitt und eine spannende Zeit (und gearbeitet wird vermutlich auch was
). Ich bin, wie gesagt, sehr gespannt und erwartungsvoll... In ein, zwei Wochen erzähl' ich dann mal, wie es so ist, an einer schwedischen Uni zu arbeiten.
So, heute wird upgedatet was das Zeug hält

An dieser Stelle möchte ich nun endlich offiziell die frohe Nachricht verkünden: Ich habe vor gut einer Woche meinen Vertrag bei der Uni unterschrieben. Der monatelange Kampf mit der schwedischen (Hochschul-)Bürokratie ist nun endlich vorbei, und er hat sich gelohnt! Morgen wird mein erster offizieller Tag als Doktorand an der Uni sein. Ich bin sehr gespannt... Natürlich bedeutet das jetzt einen ganz anderen Tages- bzw. Wochenablauf für mich - ich werde nur noch ein, zwei Tage pro Woche bei der Firma sein und die restliche Zeit an der Uni. Zunächst werde ich "nur" forschen und selbst (als Zuhörer) zu Vorlesungen gehen, später (in ein paar Monaten) werde ich dann auch als Laborassistent und Übungsgruppenleiter arbeiten

Wird auf jeden Fall ein neuer Lebensabschnitt und eine spannende Zeit (und gearbeitet wird vermutlich auch was
). Ich bin, wie gesagt, sehr gespannt und erwartungsvoll... In ein, zwei Wochen erzähl' ich dann mal, wie es so ist, an einer schwedischen Uni zu arbeiten.
